Archiv für September 2010

Die Spagyrik spricht von energetischen Mechanismen (energeia, Energie, lebendige Wirksamkeit). Die Spagyrik versucht im Gegensatz zu Homöopathie immer ein spezifisches energetisches Defizit aufzufüllen.

Vor wenigen Sätzen sagte ich: lässt man „philosophischen Hintergrund“ unbeachtet. Jedoch ohne “philosophischen Hintergrund” sind die Lehre der Spagirika und damit die Botschaft von Paracelsus, die Quintessenz, nicht zu verstehen.

Die Quintessenz ist vier plus eins. Im alten Wissen waren nur vier Zahlen bekannt. Auch das Altetestament  wurde in der Symbolsprache des alten Wissens geschrieben. Nur unter diesem Aspekt ist – meiner Meinung nach – dieses weltberühmte Werk zeitlos zu verstehen. Dieses Buch hat doch viele „Denker“ – nicht nur des Mittelalters –  beeinflusst.

„1“:

Ausdruck für den Begriff Einheit; Ungeteilter alles umfassender Zustand in Harmonie vor der Zweimachung und als Ziel;

Der ursprüngliche, der erste Zustand;

Hebr. „Alef“;

Und: Hebr. emeth Mensch,

jedoch ohne die „1“:  hebr. meth, Tod;

„4“:

Es gibt zweimal vier Schöpfungsvorgänge,

vier Schöpfungsworte,

vier Schöpfungstaten,

vier Flüsse im Garten Eden: Pischon, Gichon, Tigris, Euphrat.

Vier Erzmütter: Sara, Rebekka, Rachel, Lea;

In der „4“ hat sich die „2“ erfüllt, mit sich selber in Beziehung gebracht. „4“, Ausdruck für die am weitesten reichende Entwicklung, der äußerste Wert, das, was in der Wirklichkeit erscheint; Aspekt, um dem Wesentlichen in dieser Welt Ausdruck zu geben.

Frau, das Weibliche, die das Mater-ielle wachsen, erscheinen lässt.

Hebr. daleth, Tür; Die „4“ allein hat für diese Welt keinen Sinn.

„5“:

Hebr. He; In der Antike stand die Zahl 5 für Kind.

Die Frucht der Vereinigung der entgegengesetzten Begriffe von Frau und Mann, 4 und 3 jeweils im Quadrat, im höchsten zu erreichenden Zustand; Die Wurzel aus 32 und 42 = 5

Darin besteht die Größe der Lehre der Spagyrik, dass die Heilung nicht allein in der „4“, in der Materie, sondern unter Einbeziehung der „1“, Gottes, der Natur oder wie immer Sie die positive nicht messbare Energie nennen wollen geschieht. Dadurch erreicht der Patient unter Mithilfe des Heilkundigen nicht nur Symptomfreiheit, sondern Gesundheit und Glück.

Paracelsus war absolut gegen Dogma und starren Vorschriften bezüglich therapeutischen Vorgehens:

1 – 521: der äußere Arzt beginnt erst, wenn der innere unterliegt, verzweifelt und ermüdet.

Dieser Satz wird gerne und häufig gedeutet als:

Prophylaxe – zum Beispiel mit Lebenselixieren – ist angesagt!

Ich verstehe den “inneren Arzt” als Selbstheilungskräfte und damit den Satz:

falls notwendig und gewünscht, ist Hilfe zur Selbsthilfe möglich. Es ist immer die freie Entscheidung des einzelnen Menschen, welche diesen krank oder gesund sein lässt. Ebenso kann jeder Mensch, jeder Geist frei entscheiden, ob er gegebenenfalls mit äußere Hilfe wieder gesunden kann.

Auch wenn in unserem europäischen Kulturkreis die Signaturenlehre des Paracelsus weitgehend verdrängt worden ist, so kann ganz allgemein doch festgestellt werden, dass die Naturvölker und auch die chinesische Medizin, die ayurvedische Medizin und die tibetische Medizin diese zeitlosen Naturgesetze – die Quintessenz – beachten.

Bewusstsein – Seele – Geist, diese drei Grundprinzipien, diese Trinität, ordnete Paracelsus den vier bekannten Elementen (Erde- Wasser – Luft – Feuer) zu. Aus ihnen ist alles geschaffen. Sie sind der Ausdruck der am weitest reichenden Entwicklung, der Evolution. P

Paracelsus 3 – 441: es gibt vier Mütter der Dinge, die wir Elemente nennen, das Feuer, das Wasser, die Luft und die Erde.

Eigenschaften:

Feuer: warm, aber auch trocken – strahlend (Photonen)
Luft: warm, aber auch feucht – gasförmig
Wasser: kalt aber auch feucht – flüssig
Erde: kalt, aber auch trocken – fest

Nach Aristoteles sind die Elemente nicht identisch mit ihren realen Namensgeber, sondern Begriffe für etwas Abstraktes. Vergleichbar sind die Namen der Meridiane in der chinesischen Akupunktur nicht mit den anatomischen Organen gleichzusetzen.

Diese Grundprinzipe wiederum unterstellte er den sieben Planeten:

Mond – grau -Hirn – Silber –- Montag,
Mars – rot – Galle – Eisen –- Dienstag,
Merkur – blau – Lunge – Quecksilber – Mittwoch,
Jupiter – weiß – Leber – Zinn –   Donnerstag,
Venus – grün – Niere – Kupfer –  Freitag,
Saturn – schwarz – Milz – Blei –  Samstag,
Sonne – gelb – Herz – Gold – Sonntag.
Sal – Sulfur – Merkur
Bewusstsein – Seele – Geist

Paracelsus stellt den fünf Krankheitseinflüssen seine Drei – Prinzipienlehre der Anwendung von Heilmitteln entgegen. Paracelsus ist überzeugt, dass der menschliche Körper im Wesentlichen durch Schwefel, Quecksilber und Salz aufgebaut wird.

Er erfasst diese nicht als stoffliche Elemente. Der Schwefel symbolisiert das Brennbare (beim Menschen: Seele). Das Quecksilber symbolisiert die Flüchtigkeit (beim Menschen: Geist). Das Salz symbolisiert das Beständige, das Feststehende (beim Menschen: Körper). Eine Heilung erfolgt aufgrund der Wiederherstellung des Gleichgewichts – des Energiegleichgewichts. Die Heilkunst liegt immer an der Schnittstelle von Metaphysik und therapeutischem Handwerk. Ich: Seele, Geist und Körper sind Energien verschiedener Frequenzen und verschieden polarisiert – positiv und  negativ. Eine definitive Heilung erfolgt aufgrund der Rückführung zur positiven Energie. Der Körper ist Materie (negativ), der Geist ist Geist (positiv oder negativ) die Seele (positiv oder negativ) verbindet Körper und Geist. Die Seele belebt die Materie – auch die unbelebte Natur ist beseelt – aber erst die Geistseele macht aus der Materie einen Menschen.

Paracelsus: 1 – 419: die Natur lehrt den Arzt, nicht der Mensch.

Lassen Sie mich noch einen kurzen Exkurs in die Embryogenese machen, um Ihnen die Brisanz der Spagyrik in der Jetztzeit zu verdeutlichen. Aus drei Keimblättern, einem inneren, äußeren und mittleren, entwickelt sich der menschliche Körper, entwickeln sich verschiedene Gewebe, die zu unterschiedlichen Organen aufgebaut werden. Alle drei Blätter bringen spezifische Leistungen hervor. Einige Organe sind aus mehreren Blättern zusammengebaut.
(z.B. Gebärmutter: Mund/Hals – und Körper mit Eileiter). So sind auch die drei Hirnregionen (Klein- Groß- Stamm- Hirn) den drei erwähnten Keimblättern zuzuordnen:
Das Stammhirn dem Inneren, die Großhirnrinde dem Äußeren und entsprechend der Entwicklungsgeschichte dem Mittleren das Kleinhirn, Teile des Mittelhirns und das Großhirnmarklager.

Für den medizinischen Laien: das Klein und Stammhirn werden oft gemeinsam als Althirn bezeichnet. Und damit ist verständlich, dass gewisse Zonen des Gehirns für bestimmte Aktionen/Aufgaben des Körpers zuständig sind. Dieses Wissen, diese anerkannten Fakten lernte ich bereits, wie Sie, im Biologieschulunterricht. Es hat mich damals wenig interessiert und so wurde es begraben. Bei kranken Tieren kommt es in der Natur bei 80-90% der Fälle zu Spontanheilungen- ohne irgendein Medikament, nur durch art- und naturgerechtes Verhalten.

Warum denken wir alle nur immer wieder –
Heilkundige, also nicht ich selber –
müssten etwas tun und lassen nicht die Gesetze wirken?

Vielleicht interessiert es Sie, im Hebräischen, der Sprache der Bibel, heißt gesund, beri und beriah ist das Wort für Schöpfung. (beri + 1)

Gesundheit ist also das Ganz- und Heil- sein, das in Harmonie mit sich und der Schöpfung sein. Der Weg zur Gesundheit ist nicht irgendein Weg! Natur- Bio- logisch gesehen wird die Funktion des Körpers vom Gehirn geleitet, überwacht.

Nun dürfen Sie, darf jeder einzelne Menschengeist entscheiden, ob er sich mit der positiven oder der negativen Energie verbinden will. Jeder darf entscheiden, ob er durch die Anwendung der Spagyrik sich auf dem Weg zur Gesundung helfen lassen will. Wer immer sich mit der positiven Energie verbindet, der verdrängt die negative Energie aus seinem Körper. Die positive Energie kämpft nicht – sie verdrängt.

Die Spagyrik bietet eine einfache und nebenwirkungsfreie Möglichkeit zur Schwingungsebene der positiven Energie zurückzufinden. Dieser Weg beginnt mit der Ausleitung der Störung, der negativen, krankmachenden Frequenzen.

Paracelsus gehört zu den umstrittensten Gestalten der medizinischen Vergangenheit. Er war ein großer Verehrer von Hippokrates. Mit einer hippokratischen Treue pflegt er am Krankenbett vor allem die Naturbeobachtungen. Neuartig war seine Betrachtung der Witterungseinflüsse, der Bodenbeschaffenheit und der Beeinflussung der allgemeinen Lebensbedingungen auf den Verlauf der Krankheiten.

Er steht als ein ausgesprochener Gegner der galenischen Medizin vor uns. Von der Schulgelehrsamkeit seiner Tage löst er sich ab, vielleicht schon nach seiner Doktorpromotion (Laurea in medicina e chirurgia) in Ferrara.

„Experimenta ac ratio auctorum loco mihi suffragantur“, so fixierte er seinen Standpunkt beim Antritt der Baseler Professur. -„Naturwissenschaftliche – experimentelle Erfahrung unter Kontrolle einer vernunftgemäßen Prüfung statt Autoritätenglaubens“. Paracelsus war der abgestanden Lehrweisheit der Spätantike, sowie der Haarspalterei des Arabismus überdrüssig geworden. Paracelsus war ein Außenseiter der Gesellschaft. Er wurde von den Kollegen verhöhnt und verlacht. Nicht die Ehre in der Gesellschaft, sondern die Botschaft seine Lehre war ihm wichtig. Und dennoch sind es nicht nur die konsequente Beobachtung und Umsetzung der Naturgesetze, welche die Spagyrik des Paracelsus so einzigartig machen. Es ist die Verknüpfung von Spagyrik mit der Quintessenz.

Heutzutage werden die Quintessenz und die Naturgesetze belächelt.

Gen. 41,34;

Mose empfiehlt in den fetten Jahren ein Fünftel – nicht 20%!! – der Erträge für das Leben danach zu nehmen.

Also „1“ gegen „4“,

Einheit gegen Vielheit;

Quintessenz gegen Materie
Dieses Fünftel, diese Quintessenz, ist das, was Sie nicht messen können.
Sie können es fühlen – wenn Sie es zulassen – und es wird Ihnen Glück und Gesundheit bescheren.
Also: trennen und zusammenfügen!!!

Wird mittels Experimenten Erfahrung gesammelt, so wird diese Wissenschaft genannt. !!

Es ist an der Zeit, dass ein Umdenken beginnt. Die Erfahrung sollte wieder durch das Experiment bestätigt werden, also erst Krankenbett und Kranker und dann Laboratorium.

In der Natur finden Sie dann auch mittels der Spagyrik unter Beachtung der Naturgesetze den Dual der Quintessenz, der positiven Energie. Damit steht Ihrem persönlichen Weg zu Ihrer persönlichen Gesundheit nichts mehr im Wege.